Florina Hirt - Rechtsanwältin Arbeitsrecht & Wirtschaftsmediation

Wie läuft ein Mediationsverfahren ab?

Zunächst einmal kläre ich in einem ausführlichen kostenfreien Gespräch mit dem Auftraggeber/der Auftraggeberin, welche Form der Unterstützung benötigt wird.

Ist der geschilderte Konflikt nach meiner Einschätzung nicht mediationsgeeignet, empfehle ich Ihnen anderweitige Unterstützung (z.B. arbeitsrechtliche Beratung, Coaching, Team- oder Organisationsentwicklungsmaßnahmen).

Ist ein Mediationsverfahren grundsätzlich eine geeignete Maßnahme für den geschilderten Konflikt, wird zunächst der äußere Rahmen geklärt und durch schriftliche Vereinbarung gesichert. Ort, Zeit, Beteiligte, voraussichtlicher Inhalt und Kosten der Mediation sind Eckpunkte eines entsprechenden Vertrages.

Zum ersten Mediationsgespräch werden alle am Konflikt unmittelbar Beteiligten eingeladen. Wichtig ist hierbei ein geschützter Rahmen, in welchem sich die Beteiligten frei äußern können.

Die Vertraulichkeit der Gespräche soll gewahrt sein und wird mit den Beteiligten dem Umfang nach festgelegt. Die Teilnahme weiterer, nicht am Konflikt beteiligter Personen (z.B. Anwälte) ist nur dann möglich, wenn die Mediatorin dies für sinnvoll erachtet und die Beteiligten der Teilnahme zustimmen.

Im ersten Mediationsgespräch erläutere ich den Beteiligten Anlass und Ablauf des Mediationsverfahrens. Für das gesamte Verfahren gilt: die Mediatorin ist verantwortlich für den Ablauf des Verfahrens und bestimmt die Regeln, die übrigen Beteiligten sind für den Inhalt dessen, was erörtert wird, zuständig. Die Mediatorin begleitet und unterstützt die Beteiligten dabei, selbstverantwortlich auf eine Lösung ihres Problemes hinzuarbeiten.

Sodann erhalten die Beteiligten jeweils Gelegenheit, mir ihre Sichtweise der Dinge so ausführlich wie möglich zu schildern. Erst wenn alle Beteiligten einzeln ausreichend Gelegenheit hatten, dies zu tun, führe ich die Beteiligten in einen Dialog und eine Auseinandersetzung mit den einzelnen Aspekten des Konflikts.

Es geht hierbei nicht darum, die Emotionen möglichst außen vor zu lassen und die Probleme möglichst “sachlich“ anzugehen. Schon gar nicht geht es darum, einen „Schuldigen” für die anstehenden Probleme zu finden.

Es geht darum, die Mechanismen zu erkennen, die hinter dem eigentlichen Anlass eines Konfliktes wirken. Erst wenn für alle Beteiligten deutlich wird, worum es eigentlich geht, können nachhaltige Lösungen entwickelt werden.

Die Phase, in welcher konkrete Lösungen von den Beteiligten für die künftige Zusammenarbeit entwickelt werden, mündet zuletzt in eine Abschlussvereinbarung, in welcher konkrete Maßnahmen verbindlich vereinbart werden.

Noch Fragen?

Wieviel Zeit und Geld kostet eine Mediation?

Das läßt sich nicht generell beantworten. Vielmehr hängen Zeitaufwand und Kosten von der Anzahl der Beteiligten, Art und Umfang des Konfliktes und davon ab, wie lange dieser schon andauert.
Im Rahmen des kostenlosen Kontaktgespräches mit dem Auftraggeber / der Auftraggeberin kann ich eine Einschätzung zu Dauer und den voraussichtlichen Kosten der Mediation geben.

Regelmäßig können durchschnittlich komplexe Konflikte im Zeitrahmen von drei mal 2 ½ Stunden ordentlich bearbeitet werden.

“Neutralität” des Mediators?

Bei Konflikten in Arbeitsverhältnissen ist regelmäßig der Arbeitgeber zugleich Auftraggeber. Die Allparteilichkeit der Mediatorin wird vielleicht angezweifelt, da eine Beeinflussung durch den Geldgeber vermutet wird. Die Mediatorin klärt solche Zweifel gerne offen im Vorgespräch.

Aufgrund ihres Berufsethos begreift sie ihre Aufgabe als allparteiliche, d.h. allen Beteiligten gegenüber offen und unvoreingenommen agierende, Mittlerin in einem Konflikt.

Die angebotene Dienstleistung „Mediation“ dient nach meinem Selbstverständnis nicht einer einseitigen Beeinflussung von Beteiligten des Konfliktes sondern soll allen Beteiligten helfen, Ihre Schwierigkeiten mit meiner Unterstützung zu klären und Lösungen zu finden, die allen dienen.

Kann eine Mediatorin allein auch einen Teamkonflikt mediieren?

Bei Konflikten mit einer Vielzahl von Beteiligten (Teamkonflikte) ist die Hinzuziehung eines/r Co-MediatorIn oft sinnvoll. Aufgrund bestehender guter Vernetzung mit anderen qualifizierten MediatiorInnen, kann ich auch in komplexeren Fällen geeignete Fachleute vermitteln, die mit mir gemeinsam die Mediation durchführen.

Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Ihre Anfrage.